Institute for Ethics and Emerging Technologies


The IEET is a 501(c)3 non-profit, tax-exempt organization registered in the State of Connecticut in the United States. Please give as you are able, and help support our work for a brighter future.


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Was wir tun


Das "Institute for Ethics and Emerging Technologies“ (IEET) wurde gegründet, um sich mit grundlegenden Fragen zu befassen und diese zu diskutieren. Darunter zählen:
  • Welche Technologien – insbesondere neue Technologien – haben im 21. Jahrhundert voraussichtlich den größten Einfluss auf Mensch und Gesellschaft?
  • Welche ethischen Fragen gehen mit solchen Technologien und deren konkreten Anwendungen mit Blick auf uns Menschen, unsere Zivilisation und unsere Welt einher?
  • Welche Schlüsse können wir aus der Vergangenheit ziehen, und was sind die Veränderungen, mit denen wir in Kürze rechnen sollten?
  • Welche politischen Positionen sind empfehlenswert, um die bestmöglichen Resultate für das Individuum und die Gesellschaft zu ermöglichen?

Die Mission des IEET


Das "Institute for Ethics and Emerging Technologies“ (IEET) ist eine gemeinnützige Denkfabrik, die Ideen unterstützt, wie der technologische Fortschritt Freiheit, Glück und Wohlergehen der Menschen in einer demokratischen Gesellschaft steigern kann.

Wir glauben, dass der technologische Fortschritt ein Katalysator für die menschliche Entwicklung sein kann, sofern gewährleistet ist, dass diese Technologien sicher und gerecht verteilt werden. Wir bezeichnen dies als „technikprogressive“ Orientierung.

Mit Blick auf neue Technologien – insbesondere Human Enhancement-Technologien – die das Potenzial haben, die sozialen Bedingungen und die Lebensqualität der Menschen positiv zu verändern, versucht das IEET sowohl das akademische, berufliche und populäre Verständnis dieser Technologien als auch deren positive und negative Implikationen aufzugreifen, um eine verantwortungsvolle öffentliche Politik bezüglich deren sichere und gerechte Nutzung zu unterstützen.

Co-Founders




Nick Bostrom





Exec. Director James Hughes


Das IEET wurde 2004 vom Philosophen Nick Bostrom und dem Bioethiker James J. Hughes gegründet. Durch das Fördern und Publizieren von Arbeiten internationaler Denker, die sich mit den sozialen Auswirkungen des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts befassen, versuchen wir einen Beitrag zu leisten zum Verständnis der Auswirkungen neuer Technologien auf Individuen und Gesellschaften sowohl auf lokaler als auch auf globaler Ebene. Darüber hinaus haben wir das Ziel, eine öffentliche Politik mitzugestalten, die am Verteilen des technologischen Fortschritts mitwirkt und dessen Nachteile reduziert.

Weitere Infos



IEET - Einführende Literatur



Unsere Vision


Die liberale demokratische Revolution ist Jahrhunderte alt und wächst noch immer. Sie ist im Wesentlichen von der Idee geprägt, dass die Menschen dann am glücklichsten sind, wenn sie die rationale Kontrolle über ihr Leben innehaben. Vernunft, Wissenschaft und Technologie stellen dabei eine Form von Kontrolle dar, die uns allmählich befreit von Ignoranz, Mühsal, Krankheit und Leid. Die Demokratie bietet eine andere Form der Kontrolle, die sich durch bürgerliche Freiheiten und durch die Partizipation an Wahlen auszeichnet.

Technologie und Demokratie ergänzen sich gegenseitig, so dass sichere Technologie allgemein zugänglich und demokratisch legitimiert ist. Die Konvergenz von Nano-, Bio-, Informations- und Kognitionstechnologie in den kommenden Dekaden wird es uns ermöglichen, die äußere und innere Natur in einem bisher unvorstellbaren Maß technologisch zu beherrschen. Eine solche Beherrschung bedarf einer fortschreitenden Demokratisierung.

Unser Ziel ist es daher, zu konstruktiven Studien über ethische Fragestellungen anzuregen, die sich mit diesen leistungsstarken Technologien befassen – und diese zu fördern.

Die Debatte über Human Enhancement


In den kommenden 50 Jahren wird es Menschen möglich sein, die Begrenzungen ihres Körpers mithilfe von künstlicher Intelligenz, Nanotechnologie, Gentechnik und Kognitionswissenschaften zu überwinden. Menschen werden weit über 100 Jahre gesund leben können. Unsere sinnliche Wahrnehmung und unser Denken wird verbessert werden. Wir werden mehr Kontrolle über unsere Gefühle und unsere Erinnerungen haben. Unser Körper und unser Gehirn wird von Computertechnik umgeben sein und mit dieser Technik verschmelzen. Wir werden diese Technologien verwenden, um uns selbst und unsere Kinder in einer Weise neu zu gestalten, die zu einer Verschiebung der Grenze des „Menschseins“ führen wird.

Die Aussicht, dass uns schon bald eine Veränderung der conditio humana bevorsteht, beunruhigt verständlicherweise viele Menschen. Mittlerweile ist eine lose Koalition einzelner Gruppen entstanden, die sich für ein umfassendes Verbot von Human Enhancement ausspricht, ausgehend von Gentherapie und Psychopharmaka über Organprothesen bis hin zur nanomedizinischen Robotik. Diese "biokonservative“ Koalition ist vielfältig, sie besteht aus Bioethiker, religiöse Konservative, Menschen, die sich für die Rechte von Behinderten einsetzen, Umweltaktivisten und linksgerichtete Kritiker der Biotechnologie.

Das IEET glaubt, dass diese Debatte dringend Stimmen benötigt, um solche Extrempositionen zu vermeiden. Gemeint sind Stimmen, die für die potenziellen Vorteile der neuen Technologien argumentieren und dabei zugleich eine realistische Politik vorschlagen, um deren Risiken durch starke demokratische Rahmenbedingungen zu mindern.

Rechte wahren und zugleich wohlüberlegte Risiken eingehen


Als Reaktion auf die Polarisierung der Debatte zwischen Technophoben auf der einen Seite und Technophilen, die sich gegen ein Regulieren aussprechen, auf der anderen Seite, hat sich ein globales Netzwerk von technikprogressiven Denkern gebildet, die das Recht des Menschen verteidigen, Human Enhancement-Technologien zu verwenden und dabei zugleich die Notwendigkeit sehen, sich mit Fragen der Sicherheit zu befassen und die sozialen Folgen zu regeln. Technikprogressive geht es um das Recht, in einer zunehmend wettbewerbsorientierten Gesellschaft auf kognitives Enhancement zurückgreifen zu dürfen, sie wollen aber zugleich die Freiheit gewahrt wissen, auf den Einsatz von Human Enhancement verzichten zu dürfen.

Wie viele klinische Tests werden notwendig sein, um die Sicherheit von genetischem Enhancement zu gewährleisten? Wie können wir den Gebrauch von psychoaktiven Medikamenten in einer Weise sicherstellen, die zugleich die kognitive Freiheit respektiert? Wann sollte es Eltern erlaubt sein, ihre Kinder gentechnisch zu verbessern? Wie können wir eine Verschärfung der Ungleichheit durch die Verbreitung von Human Enhancement vermeiden? Welche Enhancement-Therapien sollten auf dem freien Markt angeboten und welche als ein Bürgerrecht durch allgemeine Gesundheitspläne zur Verfügung gestellt werden?

Bis vor Kurzem gab es keinen institutionellen Ort für die Berücksichtigung solcher, mit neuen Technologien einhergehen, ethischen Herausforderungen. Zumindest keinen, der frei war von technophoben Ablenkungsmanövern wie die Angst vor dem Überschreiten der Grenze des Menschseins und der menschlichen Vernunft einerseits und von anti-regulatorischen Dogmen andererseits, die eine demokratische öffentlichen Ordnung mit der Begründung ablehnen, das ein solcher Weg zukünftige Risiken birgt. Das "Institute for Ethics and Emerging Technologies“ (IEET) füllt diese Lücke.

Ein Fokus auf Individuen und Gesellschaften



Das persönliche Enhancement, das potenziell einige Menschen in posthumane Wesen transformiert, ist ein offensichtliches und notwendiges Untersuchungsfeld des IEET. Aber die Erkenntnis, dass alle Menschen in Gesellschaften existieren, und dass sich persönliche Entscheidungen mit den Rechten Anderer in diesen Gesellschaften überschneiden können, macht die Arbeit der Forscher des IEET sowohl komplexer als auch dringlicher.

Als Technikprogressive wollen wir das Recht aller fühlenden Wesen auf Selbsterweiterung, auf Verbesserung und Modifikation geschützt sehen, und wir wollen, dass jeder einen gerechten und gleichen Zugang zu derlei Anwendungen hat. Dabei glauben wir, dass solche Technologien auf ihre Sicherheit und Wirksamkeit hin getestet und universell zugänglich gemacht werden müssen. Ihre Folgen für die Gesellschaft werden tiefgreifend sein und müssen sorgfältig berücksichtigt werden.

Ebenso bekräftigen wir die Möglichkeit einer reichhaltigeren technologischen Zukunft. Aber wir glauben, das große Anstrengungen erforderlich sind, um sicherzustellen, dass der Weg der technologischen Entwicklung ein sicherer, nachhaltiger ist und für alle eine Fülle bietet.

Wir wünschen uns in einer Welt zu leben, wo Frieden und Sicherheit überall rund um den Globus als eine Selbstverständlichkeit betrachtet wird. Daher ermutigen wir zu Aktivitäten, die über ethische, kulturelle und geographische Grenzen hinausreichen, ganz besonders, wenn solche Initiativen eine transnationale Kooperation einschließen. Wir unterstützen nachdrücklich die Nutzung der neuen Technologien, um die menschlichen Kapazitäten zu erweitern für ein Mehr an Wissen, Verständnis, Kommunikation und weisen Entscheidungen.

Letztlich wollen wir die Durchsetzung von internationalen Gesetzen und Menschrechtsabkommen, wie beispielsweise die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die fundamentale Freiheiten, Gesundheit, Wohlstand und Bildung für alle vorsieht. Ebenso wollen wir eine Erweiterung der Internationalen Menschrechte, die das Recht auf die Autonomie des Körpers, der Reproduktionsfreiheit und der kognitiven Freiheit aller Personen beinhaltet. Wir legen großen Wert auf eine gesunde Biosphäre, realisiert durch eine Kombination aus weisem demokratischen Handeln und einem verantwortlichen Einsatz von leistungsstarken neuen Technologien. Wir favorisieren erweiterte, aufgeklärte Definitionen von Persönlichkeit, um alle fühlenden Wesen mit aufzunehmen, ganz gleich ob menschlichen Ursprungs oder nicht. Wir freuen uns auf erhöhte Chancengleichheit, eine Verringerung des Leidens und auf eine blühende Vielfalt im Rahmen einer humanen und posthumane Entwicklung.

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